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Dateibezüge von Anhängen

GIM verwaltet neben der Struktur des Graphen und dessen Beschreibungen nur relativ wenige Daten selbst. Im Wesentlichen beschränkt es sich darauf, Verweise auf externe Daten zu verwalten. Neben den Weblinks, welche als URLs gespeichert werden, sind die Dateibezüge die wichtigsten Verweise. Bei der Speicherung solcher Verweise gibt es zwei Strategien, die davon abhängen, wie der oder die Nutzer arbeiten.

Der eine Nutzer arbeitet vorwiegend auf einem Rechner, auf dem er eine Vielzahl von Dateien verstreut hat, auf die er wiederum mit GIM verweisen will. In diesem Fall ist es das Beste, wenn der Nutzer die Dateiverweise als absolute Pfade speichert. So ist es egal, wo auf dem System sich die jeweiligen Dateien befinden. Sie stehen immer zur Verfügung.
Der Nachteil beim Speichern der absoluten Dateipfade ist allerdings, dass sie auf einem anderen Rechner nur mit erheblichem Konfigurationsaufwand verfügbar gemacht werden können (Anlegen von gleichlautenden Pfaden auf dem anderen Rechner etc.). Ein ähnliches Problem ergibt sich, wenn die Dateien auf dem Rechner des Nutzers "umziehen" oder wenn sich die Verzeichnisstruktur ändert.

Auf der anderen Seite gibt es den Nutzer, der im Rahmen seiner Recherche gesondert Daten herunterlädt oder mit Kopien seiner Dokumente arbeitet, diese aber gerne mit dem GIM-Pool auf anderen Rechnern einsetzen bzw. bearbeiten möchte. Für diesen Nutzer ist es am besten, wenn die Daten an einem definierten Ort liegen und nur relativ auf sie verwiesen wird.

Bei einer solchen relativen Adressierung gibt es wiederum zwei Möglichkeiten.

  1. Zum einen kann die Addressierung relativ zu einer bestimmten Adresse erfolgen (etwa N:DatenGIMPooldaten). Eine solche Adressierung bietet sich vor allem auch im Netzwerk an, wenn verschiedene Nutzer auf denselben Datenstamm zugreifen wollen. Weiter wird diese Adressierungsmethode in der Netzwerkversion des GIM, welche die direkte Zusammenarbeit verschiedener Nutzer unterstützen wird, eine wichtige Rolle spielen.

  2. Zum anderen kann man die Daten relativ zur Adresse des Pools speichern. Liegt der GIM-Pool damit unter C:GIMPoolsmeinpool.gim so wird eine Datei, die unter C:GIMPoolsBildermeinbild.jpg abgelegt wird, relativ zum GIM-Pool mit der Adresse Bildermeinbild.jpg gespeichert. Dies ermöglicht es, den GIM-Pool mit allen Unterverzeichnissen mitzunehmen und unabhängig vom jeweiligen Rechner zu bearbeiten.

GIM kombiniert diese verschiedenen Methoden in der Standardeinstellung wie folgt:

In der Konfigurationsdatei (siehe Konfigurationsdatei) kann ein absoluter Pfad angegeben werden. Wird ein Anhang einem Thema zugefügt, der unterhalb dieses Pfades liegt, wird die Datei relativ zu diesem Pfad mit dem Zusatz Relativ Datapath zugefügt. Solange in der Konfigurationsdatei der Datenpfad richtig angegeben wird, findet GIM dann die entsprechende Datei. In der Standardeinstellung ist dieser Pfad nicht gesetzt, so dass mit dieser Methode ohne eine Definition durch den Nutzer keine Datei gespeichert wird.

Wird ein Contentblock zugefügt, dessen Pfad unterhalb des aktuellen Pfads des Pools liegt, wird diese Datei relativ dem aktuellen GIM-Pool (mit dem Zusatz: Relativ Pool) hinzugefügt. Wird die Datei nicht verschoben und der Pool nur mit den unter ihm befindlichen Verzeichnissen kopiert bzw. bewegt, bleibt diese Datei, auch auf anderen Systemen und Speichermedien, zugänglich.

Treffen keine der beiden vorstehenden Bedingungen zu, wird der Anhang mit der absoluten Adresse Zusatz (Abs.) gebildet. Die entsprechende Datei wird auf einem anderen Rechner oder einem Speichermedium nicht vorhanden sein.

Sollte immer eine absolute Adressierung gewünscht werden, kann dies in der Konfigurationsdatei über den Schalter contentblocks absolute festgelegt werden:

Eine wichtige Konsequenz der relativen Adressierung zum GIM-Pool ist, dass ein Abspeichern in ein anderes Verzeichnis zum Verlust der Bezüge führen kann. Will man die relative Adressierung zum GIM-Pool aktiv nutzen, macht es daher Sinn, für den jeweiligen GIM-Pool ein eigenes Verzeichnis zu schaffen. Unterhalb dieses Verzeichnisses werden dann weitere Verzeichnisse für die spezifischen Daten angelegt. In dem jeweiligen GIM-Poolverzeichnis können dann mehrere Varianten desselben GIM-Pools oder unterschiedliche Versionen sicher nebeneinander verwaltet werden. Will man den oder die Pools "bewegen", wird das GIM-Poolverzeichnis und die gesamte darunterliegende Verzeichnisstruktur kopiert / bewegt.

Siehe auch: Die Konfigurationsdatei gimmainproperty.txt

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